Schulprojekt "Bewegung verbindet - Rollstuhlsport macht Schule in Barby

 

Im Vorfeld hatten sich die Jugendlichen im Unterricht bereits mit Thema Leben mit Beeinträchtigung beschäftigt. Die Praxis im Rollstuhl überraschte sie dann doch. Interessiert zuhörend, nachfragend und bereit, sich auszuprobieren, mühten sie sich per Rolli den Deich hinauf, rollten vorsichtig und teilweise übermütig wieder hinunter, kämpften sich über das Kopfsteinpflaster des Friesweges. In der Turnhalle standen Sport- und Staffelspiele sowie vor allem Rollstuhlbasketball auf dem Programm. Cathleen Redöhl, Sport- und Klassenlehrerin der 9a, war angetan, sowohl von ihren Schüler*innen, als auch vom Projekt. „Die praktische Eigenerfahrung der Fortbewegung im Rollstuhl macht das Thema Behinderung für die Jugendlichen nachvollziehbar, das bewirkt etwas.“ Auch Daniel Knauer, Vater einer Schülerin, zeigte sich begeistert und begleitete fotografierend und filmend die Klasse.

Die bewährte Fragerunde nach dem Aktivteil nutzten die jungen Leute insbesondere, um vom echten Rollstuhlfahrer Mathias Sinang zu erfahren, wie sein Leben im Rolli-Alltag aussieht. „Wie kommst du zu den Projektorten hin? Fährst du allein Auto? Wie war dir zumute, als du erfahren hast, dass du den Rest deines Lebens im Rollstuhl sitzen wirst?“

Auch wenn das Desinfizieren der Rollstühle und Bälle zusätzlichen Aufwand bedeutete, daran störte sich niemand. Auch die Anstrengungen und die Aussicht auf Muskelkater nahmen die Jugendlichen gern in Kauf und resümierten: „Das war eine tolle Erfahrung.“ Cathleen Redöhl ist sich sicher, dass sie das Projekt auch im kommenden Schuljahr buchen wird.

 

„Bewegung verbindet – Rollstuhlsport macht Schule“ steht Schülerinnen und Schülern in der Regel ab Klassenstufe neun aller Schulen Sachsen-Anhalts zur Verfügung und kann unter der unten angegebenen Kontaktadresse kostenfrei gebucht werden.

Das landesweite Schulprojekt startete im März 2011 und wird seit 2018 von den Partnern Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband Sachsen-Anhalt e. V. (BSSA) und BG Klinikum Bergmannstrost Halle umgesetzt. Es steht unter der Schirmherrschaft von Sachsen-Anhalts Bildungsminister Marco Tullner und wird von der Unfallkasse Sachsen-Anhalt gefördert. Das Rolli-Projekt hat seit seinem Start bis Ende 2019 bereits mehr als 10 400 Jugendliche erreicht.

„Selbsterfahrung ist eine gute Möglichkeit, Einstellungen zu überdenken und Blickwinkel zu ändern. Die Sensibilisierung junger Menschen für das Lebensumfeld von Menschen mit Handicap ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Verbandsarbeit“, erläutert BSSA-Geschäftsführerin Andrea Holz. Thomas Hagdorn, Geschäftsführer des BG Klinikums Bergmannstrost betont: „Die größtmögliche Teilhabe von Menschen mit Behinderung am gesellschaftlichen Leben ist für uns als überregionales Unfallkrankenhaus besonders wichtig. Der Rollstuhlsport bietet gerade für junge Menschen eine sehr gute Möglichkeit, Berührungsängste abzubauen, das gegenseitige Verständnis und ein tolerantes Miteinander zu fördern.“

 

Text: Mit freundlicher Genehmigung von Frau Annette Lippstreu (pandamedien GmbH & Co. KG)

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Aktuelles

Informationen zu der 17. EDVO des LSA

 

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Gäste,

wir möchten darauf hinweisen, dass ab dem 04.04.2022 das Tragen eines medizinischen Mund- Naseschutzes auf dem Schulgelände nicht mehr verpflichtend ist. Die Testung alle zwei Tage bleibt vorerst bestehen und wird nach den Osterferien am Dienstag (19.04.2022) und Donnerstag (21.04.2022) durchgeführt.

Krieg in Europa

 

Liebe Gäste,

wir als evangelische Einrichtung haben mit großem Bedauern den Kriegsausbruch in der Ukraine verfolgt. Unser Kollegium ist sehr bestürzt, da auch wir Kolleginnen und Kollegen unter uns haben, die ihre Wurzeln in diesem großartigen Land haben, welches heute von Russland angegriffen wurde. Umso mehr stehen wir beieinander und beten für die Millionen Betroffenen dieses völkerrechtswidrigen Überfalls auf eine legitime und anerkannte Nation. Gemeinsam beten wir für die Opfer dieser politischen Umstände und schließen uns den Worten des EKD-Friedensbeauftragten an.

"Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar." (Ps 23,6)